Biß vom 12. Dezember 2009
Bei den hohen Schulden,
die Deutschland inzwischen hat,
wird bald klar,
wem unser schönes Land eigentlich gehört:
Den Banken.
Klaus Zankl, geb. 1964
Welche Bank würde schon hinausposaunen, was ihr alles gehört? Machen wir uns einfach ein vertrautes Bild über die Moral von verantwortlichen Mitarbeitern und Führungkräften in Banken, die durch Banken-Verkaufs-Werbung arglose gutgläubige Kunden in den wirtschaftlichen Ruin treiben. Auch das ist bundesdeutscher Alltag - wie in einer Bananenrepublik halt, wo Recht und Gesetz einen Scheißendreck wert sind.
Die Immobilie, auf der eine Hypothek lastet, fällt als Sicherheit durch grundbuchlichen Eintrag dem Geldgeber zu. Statt die Hütte zu übernehmen und den bisherigen Eigentümer Miete an die Bank zahlen zu lassen, muß der Häuslebauer zurück in eine Depressionen verursachende Mietskaserne mit stressigen Nachbarn. Finanziert wird das Ganze über Sozialhilfe oder über Arbeitslosengeld. Die Würde des betroffenen Menschen ist am Arsch. Nur Krieg ist schlimmer. Da werden Leute zerfetzt und zerschossen.
Bedenkenträger, die vorher schon alles besser wußten, zeigen sich betroffen, aber teilnahmslos und antriebslos, was die wirtschaftliche Zukunft des Betroffenen betrifft. Die Schuldenlast der Behörden durch Sozialleistungen wächst und wächst und wächst ....
Ohne finanziellen Verlust wäre der finanzielle Engpaß des Zahlungspflichtigen zu überbrücken gewesen, aber die Bank hat nicht gewollt. Sie hat bewußt den Ruin herbeigeführt und sich noch an der Zwangsversteigerung bereichert. Zwei Drittel Zinsenzinsen von der Gesamtfinanzierung würde auch ich in den Wind schreiben, weil diese Phantasiezahl ohne einen Gegenwert aus Materie oder Arbeit geschaffen wurde, ein reiner Papiertiger nämlich. Der Rest ist knallharter Reingewinn - ohne Wenn und Aber. Eigentlich sind Häuslebauer auf Pump mit viel Eigenleistung Idioten, weil das Ende absehbar ist. Ob Dummheit in diesem Fall immer noch skrupellos als nützlich angesehen werden sollte?
Wie im Privaten, so auch im Staatlichen. Wie ein Mensch, so hat auch ein öffentlicher Haushalt Einnahmen und Ausgaben rund um einen materiellen Besitz und immaterielle Verfügungsrechte aller Art. Das Handelsblatt thematisiert am 11. Dezember 2009 die griechischen Staatsschulden unter dem Titel "Drohende Staatspleite: Das griechische Volk zeigt Nervenstärke":
"Anfang der 1980er-Jahre war es Andreas Papandreou, der Vater des heutigen Regierungschefs, der die Griechen mit sozialen Wohltaten auf Pump beglückte. Während seiner Regierungszeit stieg die Verschuldung des Staates von knapp 30 auf 80 Prozent des BIP.
Mit seiner hemmungslosen Schuldenpolitik setzte Papandreou damals einen Teufelskreis in Gang: Hohe Schulden belasten die Bonität, das verteuert die Kreditaufnahme. Die Folge: Höhere Defizite lassen den Schuldenberg weiter wachsen. Darunter leidet die Kreditwürdigkeit noch mehr. Letztlich führt diese Spirale, in den Staatsbankrott.
Dieses Desaster versucht Papandreou junior abzuwenden: „Wir werden alles tun, um das Land aus der Krise zu führen“, verspricht der Premier. Fachleute wissen, was nötig ist – Irland macht es vor: sparen, sparen, sparen. Papandreou muss seine Wahlgeschenke einsammeln. Aber wie überzeugt man eine Bevölkerung davon, Opfer für die Bewältigung einer Krise zu bringen, die sie mehrheitlich nicht spürt?"
Auch in Deutschland wird der Krug zum Brunnen gehen, bis er bricht. Ziel ist eine Weltdiktatur über entrechtete ausgebeutete Bürger. Deshalb braucht auch niemand zu sparen. Vernünftige Bürger tun es trotzdem. 90 Prozent des Bargeldes ist nicht im Umlauf, sondern gebunkert. Und wer Schulden bei einer Bank macht, ist machtlos und mit sich selbst schon gestraft genug.
Hans Kolpak
Biß der Woche
Labels: Banken, Baufinanzierung, Bausparkassen, Privatschulden, Schulden, Staatshaushalt, Staatsschulden



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