Biß vom 3.08.2006

Es gibt nichts Übernatürliches,
wie die Materialisten gewiss richtig behaupten,
wohl aber sehr viel Übersinnliches.

Manfred Kyber
Dichter und Okkultist


Aufgewachsen auf dem Gut „Paltemal“ in der Nähe von Riga. In seiner Jugend zeigten sich schon typische Charaktereigenschaften: die Liebe zu Tieren und zur Natur, ein ursprünglicher Gottesglaube, Verbundenheit zu seiner nordischen Heimat und eine ausgeprägte Phantasie, aber auch eine gewisse Eigenwilligkeit, die ihm das Leben nicht immer leicht machte. Außerdem zeichnete ihn eine schnelle Auffassungsgabe und eine besondere Lernfähigkeit für Sprachen aus. ... mehr

Aus heutiger Sicht gibt es wohl sehr viel Übernatürliches, das wir mit unseren Sinnen nicht wahrnehmen können. Zahllose Anwendungen für künstlich erzeugte Wellen vom Infraschall bis zu Lichtwellen außerhalb des Sehbereiches prägen das Leben von Menschen im 21. Jahrhundert.

Wesentlich weniger dürfte sich seit Manfred Kyber (* 1. März 1880 in Riga; † 10. März 1933 in Löwenstein) im Bereich des Übersinnlichen geändert haben. Ich vermute es so, weil ich annehme, daß nichtmenschliche und nichttierische Wesen eigene Entwicklungszyklen haben und nicht von uns Menschen abhängig sind.

Was wir nicht selbst erleben, sondern nur von anderen Menschen lesen, hören oder beobachten, können wir glauben oder es lassen. Etliche Phänomene werden einfach unterschiedlich interpretiert oder anders wahrgenommen, so daß Menschen zu unterschiedlichen Erklärungen finden.

Typischerweise zeichnet Menschen der Abrahamischen Kultur (Juden, Moslems und Christen) aus, recht haben zu wollen in Dingen, von denen sie nichts verstehen oder nichts wissen. Dafür wird der eine oder andere Schädel eingeschlagen, um für Nachschub an Märtyrern zu sorgen. Das hält die Abrahamische Kultur lebendig und gibt Stoff genug zum Reden und Schreiben.

Menschen vom Niederrhein wird mancherlei nachgesagt:

Der „Chefideologe“ (so Die Zeit) des Niederrheins war Hanns Dieter Hüsch, der im Gegensatz zur mehrheitlich katholisch geprägten Region aus dem evangelischen Moers stammte. „Der Niederrheiner weiß nichts, kann aber alles erklären!“, war seine Beschreibung der Menschen, die aus „seiner“ Region stammen.

„Das Wesen des Niederrheinischen ist die Kunst der reinen Vermutung, seine sprachliche Form ein hemmungslos assoziierendes Schwadronieren“, schrieb der Mönchengladbacher Christof Siemes in der Zeit. „Der Satzbau ist wie die Gegend: weit und ungegliedert.“

Die „Kunst der reinen Vermutung“ spiegelt sich in der von Niederrheinern gerne und häufig verwendeten Formulierung „Da geh’ ich ma’ von aus“ prächtig wider. Die Rheinische Post bedachte die Menschen dieser Region mit den Worten „Der Niederrheiner ist die tiefergelegte Version des Rheinländers.“.

Hans Kolpak
Biß der Woche


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