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Vogelgrippe

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Vogelgrippe

Inzwischen habe ich die Nase voll. Nein, ich bin keineswegs verschnupft, die Vogelgrippe habe ich auch nicht, aber es ist ermüdend, sich gegen eine Flut von dummdreister Propaganda zu stemmen, während das Leben so viel Schönes zu bieten hat. Denken Sie nur einmal an die Fotos von hübschen Menschen, die Sie auf 4dem.de sehen.

Allerdings bleiben die Ergebnisse meiner Recherchen erhalten. Märchen sind immer wieder aufs Neue lesenswert - vor allem dann, wenn einige Tausend Menschen dadurch gute Geschäfte machen und gleichzeitig die Gesundheit von Hunderttausenden ruinieren ...

Grosse Nähe zu den Akteuren

In ihrem dickleibigen Untersuchungsbericht "Zur Kritik der Medienkritik" stellen die Wissenschafter fest, dass sich an der Berichterstattung über Medienthemen nicht selten eine "grosse Nähe zu den Akteuren" zeige, über die berichtet werde. Zugunsten von persönlichen Eitelkeiten und brancheninternem Klatsch würden gesellschaftliche Zusammenhänge, auf die die Medien inzwischen ja zweifellos grossen Einfluss ausüben, chronisch vernachlässigt. So verwundert es nicht, dass auch die Medienseiten der überregionalen Tageszeitungen "nur für bestimmte Fachkreise Relevanz besitzen". Mangelnde Klarheit über die eigentlichen Adressaten von Medienthemen gehören laut Studie zu den "systematischen Hemmnissen für die Entfaltung einer aufklärenden Fernsehkritik".

Der zweite grosse Problemkomplex rührt laut der Forschergruppe von der Zunahme ökonomischer Verflechtungen her, die das Geschäftsgebaren der gesamten Branche immer undurchsichtiger werden lassen. Neue Vermarktungsstrategien wie die hemmungslose Cross-Promotion zwischen der Unterhaltungsshow "Deutschland sucht den Superstar" und der "Bild"-Zeitung seien Gift für die Unabhängigkeit der Medienjournalisten - nicht nur für Kollegen aus dem Axel-Springer-Verlag. Ganz offensichtlich würden Themen in Presseberichten zum alleinigen Nutzen des wirtschaftlichen Erfolges "weitergedreht".

Quelle: Neue Zürcher Zeitung am 8. Juli 2005

Dies gebe ich Ihnen mit auf den Weg, bevor Sie lesen, was ich über "Vogelgrippe" zusammengetragen habe.





Kommt ein Virus geflogen...

Das Vogelgrippe-Virus fliegt

Getarnt unter zahllosen Schneeflocken waren am 30. April beste Ausbreitungsbedingungen für den Sondertypus des H5N1 gegeben. In Fachkreisen ist er auch als "Feder-Virus-Haufen" bekannt. Zielsicher navigiert das Vogelvirus die Isolierglasscheibe eines Fachwerkhauses an.

Nahaufnahme vom Vogelgrippe-Virus

Bereits nach kurzer Zeit hatte sich der Virushaufen geteilt. Offensichtlich sind noch weitere Ziele im Visier. Vermutlich stehen besonders solche Häuser in Gefahr, in den freundliche, aber kritische Menschen mit Katzen leben. Unbestätigten Gerüchten zufolge sind gerade diese kritischen Menschen der Pharmaindustrie ein Dorn im Auge. Würden nämlich all diese Bürger zur Selbsthilfe greifen und die Virenhaufen mit dem Kleinkalibergewehr zerschießen, hätten zwar die Glaser vermehrte Umsätze, nicht so der große Pharmakonzern Hoffmann La Roche, der Tamiflu vertreibt.

Das Vogelgrippe-Virus an einer Feder

Das H5N1 ist mitten unter uns! Unsere Star-Reporterin begab sich unter Lebensgefahr außer Haus, um zu dokumentieren, wie das Virus unseren Kater durch die Scheibe mit den Augen fixiert. Filou ist bereits hypnotisiert und nicht mehr Herr seiner Sinne. Wer eine echte Reporterseele in sich hat, der wagt sich mutig mitten ins Krisengebiet.

Hypnotisierter Kater durch Vogelgrippe-Virus

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